DIE 5 VERBLÜFFEND­STEN GEHEIMNISSE DEINES SELBST

Wie ein selbst­bestimmtes Fahrrad Abenteuer sie dir offenbart und deinen Charakter stärkt

Wie es zu meinem Fahrradabenteuer in Eigenregie kam

Eines Abends ruft mein Freund Robin mich an: „Yo Norman, ich fahre mit dem Fahrrad runter nach Italien. Hast du Bock mich bis nach Darmstadt zu begleiten?“  „Hm, ich hab´ zwar kein geeignetes Fahrrad dafür, aber okay – ich bin dabei!“, antworte ich.

Also laufe ich zum nächstgelegenen Fahrradverleih und leihe mir für die angesetzten 6 Tage ein Trekkingbike mit 7-Gang Nabenschaltung und Frontfederung. Um das ganze Gepäck nicht auf dem Rücken tragen zu müssen, besorge ich mir von einem Freund noch 2 Gepäckträgertaschen.

2 Tage nach dem Telefonat packe ich meine Sachen und wir fahren zu allererst von Wuppertal nach Köln, um dort im Decathlon die letzten Besorgungen zu machen.

Und schon kann die Fahrradreise ins Unbekannte beginnen. Wir suchen uns auf der Karte eine geeignete Stelle in Rodenkirchen am Rhein zum Zelten – neben einem Campingplatz 😛 – raus, radeln dort hin und bauen unser Zeltlager auf. Am nächsten Morgen werde ich dann von einer weiblichen Stimme an Robins kratzigem Telefonlautsprecher geweckt – seine behutsam sprechende Freundin. Ich kann im Halbschlaf erahnen, dass Robin jetzt wohl die Fahrradreise abbrechen muss und ich nun vor der Wahl stehe, ob ich mit ihm nach Wuppertal zurückfahre oder den Mut packe und das Abenteuer eigenständig durchziehe.

Meine Befürchtung wird bestätigt! „Norman, in Anbetracht der Tatsachen heißt das jetzt wohl für mich, dass das Fahrraderlebnis hier für mich endet!“ Nach einigem Grübeln komme ich zu dem Entschluss; es bleibt mir wohl keine andere Wahl – ich zieh das Abenteuer auf eigene Faust durch!

Alleine zu sein ist eine werte Erfahrung. Alleine aber nicht einsam. Wenn du dich mit dir selber anfreundest, wirst du nie einsam sein können! Gesellschaft ist nur wertvoll wenn sie dir einen Gesellen schafft, wessen Hinzugesellen dich nicht schafft, sondern Geselligkeit erschafft.

Selbstbestimmtes-Fahrradabenteuer: Ein einsamer Stuhl dem ich am Rhein auf meiner Radreise auf eigene Faust begegnete.

Wie ich auf abenteuerliche Weise die Geheimnisse meines Selbst fand

Nachdem ich Robin verschlafen verabschiede, muss ich nun verständlicherweise erst auf die veränderten Umstände klarkommen. Also knall´ ich mir epische Filmmusik in die Ohren und packe in aller Seelenruhe zusammen. Nach reiflicher Überlegung freue ich mich auch schon auf das unverhoffte Erlebnis. Positive Gedanken! Ich sehe es einfach als Generalprobe für meine Weltreise.

Von nun an beginnt das Abenteuer!

In Bonn angekommen schaue ich mir die Stadt ein wenig an und merke wie schleppend ich voran komme seitdem ich alleine reise. Mir selbst in den Arsch zu treten ist dann doch schwerer als gedacht. Also beiße ich die Zähne zusammen und setze mir ein Ziel. FRANKFURT! In 5 Tagen will ich in Frankfurt sein.

Von diesem Zeitpunkt an lege ich Tag für Tag mehr Kilometer zurück. Sind es anfangs noch mickrige 30 arbeite ich mich schließlich bis auf 84 Kilometer hoch. Mit der Zeit entwickele ich mehr Routine in meinen Handlungen. Ich weiß wo ich was, wie hin packe, um nicht jedes Mal kramen zu müssen und gleichzeitig das Gewicht gut zu verteilen.

So reise ich mit dem Fahrrad von Köln bis nach Frankfurt und sehe Berge, Schlösser, Statuen, Tiere, Flüsse, Schiffe, Boote und vor allem mich selbst. Grade die Momente in denen mir die „Unkomfortabilität“ schon auf den Sack geht – grade diese Momente bleiben mir im Gedächtnis. Prägen meinen Charakter in ausschließlich positiver Hinsicht. Machen aus diesem Erlebnis überhaupt erst das “Fahrrad Abenteuer”.

Nachdem ich mich also 5 Tage lang mit mir selbst beschäftigen durfte, kann ich meinen Fahrradständer nachts in Frankfurt ausfahren. Ich muss die Nacht durchmachen, da mein Bus früh morgens abfährt und ich nicht verschlafen will.

Im Bus sitzend lasse ich dann die Fahrradreise Revue passieren, entdecke mich selber und schlafe mit einem Lächeln auf den Lippen ein.

DANKE Universum für dieses persönlichkeitsbereichernde Abenteuer in mein Innerstes!

 

✵ Hier ein Youtube Kanal der eine Fahrradreise über mehrere Monate und Länder dokumentiert

Bilderreihe des Abenteuers auf Rädern

Selbstbestimmtes-Fahrradabenteuer: Sonnenuntergang am Rhein.

Fragen über Fragen die in meinem Kopf kreisen. So viele dass ich sie nicht mal sortieren kann.

Wenn ich mich auf mich besinne komme ich zur Ruhe. Wenn ich meine Ruhe habe kann ich meine innere Stimme hören. Wenn ich der inneren Stimme gut genug zuhöre, finde ich alle Antworten in mir selbst.

Welche 5 Geheimnisse meines Selbst ich entdeckte

  • Kannst du dich effektiv motivieren, um dein Ziel zu erreichen?

    Schon nach etwa 3-4 Stunden alleine auf Tour merkte ich, wie ich dazu gezwungen war mich selbst zu motivieren, um voran zu kommen. Und das ist anfangs echt schwer. Zwar wusste ich schon vorher, dass ich ein Mensch bin, welcher sich Ziele setzen muss um überhaupt irgendwas auf die Kette zu kriegen; doch grade wenn man auf sich allein gestellt ist, kommt genau diese Charaktereigenschaft immens zum Tragen. Meine allseits bekannte Vergesslichkeit kann situationsbedingt kräftezehrend und zeitraubend sein.

    In organisatorischer Hinsicht werde ich also noch an mir arbeiten müssen – 5 Tage reichen dazu nicht aus. Aber bestimmt auf meiner längeren Weltreise dann. 😉 Nimm dir Zeit für die Planung deines Fahrradabenteuers, denn langsam ist präzise und präzise ist schnell!

 

  • Kommst du mit dir selber und deinen wahren Gedanken zurecht?

    Als ich mir täglich einen geeigneten Zeltlagerplatz suchen, Feuer mit feuchtem Holz zum Brennen bringen musste und ich keine externe Ablenkung fand, war ich alleine mit meinen Gedanken. Unerwartete Gedanken – Gedanken, die ich nicht hege wenn ich mich in meinem gemütlichen Zuhause befinde. Jedes erahnte Geräusch aus der Dunkelheit kam mir zu Beginn wie eine potentielle Bedrohung vor. Mein Kopf spielte mir einen Streich. Also musste ich mich auf mich selbst besinnen und die Ruhe bewahren. Panik ist das Letzte was ich gebrauchen kann, wenn ich auf mich alleine gestellt bin. Ich ließ meinen Gedanken freien Lauf sowie mich auf sie ein. Einen Moment später verschwanden sie auch wieder, da sie sich als Irrsinn herausstellten.

    Ich kam zu der Erkenntnis, immer die Ruhe bewahren zu sollen – egal was passiert. Nur so kann ich konzentriert bleiben und einen Lösungsansatz erarbeiten. Nimm es wie es kommt und im Nachhinein wirst du daraus schlau!

 

  • Bist du offen genug, um dich an einem fremden Ort alleine zurecht zu finden?

    Ich fuhr den Rhein flussaufwärts und alle 10 – 20 km änderten sich der Dialekt sowie die Mentalität merklich. Da heißt es sich auf die Leute einzustellen. Als der Akku meines Handys, welches ich als Landkarte und Fotoapparat nutzte, ausging, musste ich mich um Strom kümmern. Hierzu setzte ich mich in ein Café und fragte anfangs zögerlich, ob ich deren Steckdose nutzen dürfte. Es stellte sich heraus, dass je offener und selbstbewusster ich auf die Menschen zuging, es desto selbstverständlicher wurde, deren Steckdose zu nutzen. Und dies ist nur eines von vielen Beispielen.

    Hieraus zog ich den Schluss, dass die Menschen viel hilfsbereiter sind, als ich annahm. Solange man souverän für seine Bedürfnisse einsteht, wird man diese auch befriedigen können. Werde zum selbstbestimmten Erlebnis-Ja-Sager und die ganze Welt öffnet die Arme für dich!

 

  • Reagierst du souverän, wenn absolut nichts so läuft wie du es geplant hast?

    Als ich gegen Ende der Reise nachts in Mainz ankam, fand ich keinen geeigneten Zeltlagerplatz und entschied mich dazu, diese Nacht auf einem Inselcampingplatz zu verbringen. So malte ich mir aus, diesen über eine Brücke erreichen zu können. Nix da! Die Brücke wurde erneuert und der Zugang verschlossen. Also suchte ich einen anderen Campingplatz und musste durch halb Mainz fahren. Je näher ich dem Stadtkern kam, desto mehr Leute schienen auf etwas zu warten. Schließlich gelangte ich in einen Park, blickte über den Rhein auf die Mainzer Altstadt und vernahm aus Gesprächen der dort Anwesenden, dass an diesem Wochenende das wohl größte Fest des Jahres stattfand – die Mainzer Sommerlichter! Kilometerlang Fressbuden, Kirmes, Partys und das atemberaubendste, größte, von Musik begleitete Feuerwerk, welches ich je erleben durfte!

    Nachdem die letzten Lichter des Feuerwerks erloschen, radelte ich mit herunterhängender Kinnlade durch die Altstadt bis ich dann den angepeilten Campingplatz erreichte.

    GESCHLOSSEN UND UMZÄUNT !

    Direkt daneben befand sich jedoch ein Kanuvereinsgelände auf dem eine Party stattfand. „Okay.“ sagte ich mir, „Ich feiere mit und schlafe anschließend auf einer Parkbank.“ Als ich dann mit dem Bierschenker ins Gespräch kam, stellte sich heraus, dass ihm der nebengelegene Park zu großen Teilen gehörte. Ich fragte deutlich selbstbewusster als zu Beginn der Fahrradreise, ob er einen Zeltplatz für mich hätte. „Kein Problem!“ antwortete er, „Sofern du morgen früh genug deine Sachen packst, kannst du dein Zelt im Park aufschlagen!“.

    Es zeigte sich, dass wenn ich stetig positiv gestimmt am Ball bleibe und nicht verzage, sich mir immer neue Wege öffnen. Die Umstände ändern sich stetig und alles kommt anders sowie als man denkt. Adaption statt Enttäuschung und schon entpuppt sich ein Rückschlag als eine Offenbarung!

 

  • Bist du dir über deine Privilegien deines Alltags bewusst?

    Die gesamte Fahrradreise lebte ich quasi auf Sparflamme. Zum Essen gab es die billigsten Grillwürstchen und selbstbelegte Pumpernickel. Geschlafen habe ich in einem 1,5-Mann-Zelt auf einer Isomatte. Zur Unterhaltung hatte ich nur einen MP3-Player, mit wessen Akku ich sehr sparsam umgehen musste. Beschäftigung boten mir überwiegend Ich und meine Gedanken. Das Lagerfeuer war mein „Wilson“, der Rhein meine Dusche und der Wald meine Toilette.

Meine eigene Muskelkraft war mein Fortbewegungstreibstoff, das mir gesetzte Ziel meine Zündung. Als ich meine Bedürfnisse auf das Minimum zurückschraubte, fühlte ich mich seit langem erst wieder so richtig frei. Frei von den Sorgen des Besitzes, frei von der Last des Entertainments, frei um meine mir geschenkten Privilegien anerkennen und wertschätzen zu können.

Durch die Fahrradreise ging mir ein Licht auf. Uns geht es verdammt gut. Deswegen sage ich – gib so viel es geht von deinem Hab und Gut ab. Je mehr du dich deines Gepäcks entledigst, desto weniger wird es dich belasten können. Die logische Schlussfolgerung: Du hast mehr Energie und Zeit um diese in deine Freunde und Familie zu investieren! Die einzige Investition die sich auf kurz und lang essenziell lohnt!

Um diese 5 Geheimnisse deines Selbst bei dir entdecken zu können, gibt es unzählige Mittel und Wege – es muss nicht unbedingt eine Fahrradreise sein. Für mich hat sich dieser Weg als der richtige herausgestellt.

Dir Reiseinteressierten möchte ich lieblichst ans Herz legen herauszufinden welcher Weg der deine ist, um dein Inneres erforschen zu können. Meine klare Empfehlung dafür: Pack´ deinen Rucksack, geh´ ALLEINE für ein paar Tage oder Wochen in die Natur und beschränke deine Bedürfnisse bis auf das Nötigste. Unter Garantie wirst du dich besser kennenlernen.

PROBIERE ES AUS ODER DU WIRST ES NIE ERFAHREN !

 

Norman der Weltreisepoet

Dieses Gedicht entstand während dieses Abenteuers

Selbstbestimmtes-Fahrradabenteuer-Gedicht: Rheinreim. Hier git es das Gedicht das auf meiner selbstbestimmten Radreise entstand.

Rheinreim

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